Obstipation bei pflegebedürftigen Menschen
Ältere Menschen machen sich häufig besonders viele Sorgen, wenn der Stuhlgang nicht täglich erfolgt. Für sie gehört die tägliche Darmentleerung zum normalen Lebensrhythmus. Bleibt dieser einmal aus, sind sie häufig stark beunruhigt. Da sich ältere Menschen nicht mehr so häufig bewegen und meist auch weniger essen, ist das jedoch eine ganz normale Erscheinung. Solange der Stuhlgang noch bis zu dreimal wöchentlich auftritt, besteht kein Grund zur Sorge, beruhigen Ärzte. Wichtig ist es jedoch gerade bei der Pflege älterer Menschen darauf zu achten, dass sie eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Ballaststoffen zu sich nehmen. Die Verabreichung einer abführenden Kost, kann eine etwaige Verstopfung ebenfalls lindern. Rhabarber oder eingelegte Feigen eignen sich hier besonders. Gut ist es ebenfalls den Pflegebedürftigen ausreichend Bewegung zu verschaffen, solange dies noch möglich ist. Das kann bereits einer Verstopfung vorbeugen. Gibt es trotz allem Probleme mit dem Stuhlgang, helfen häufig schon bekannte Abführmittel wie, Apfelschalen, Faulbaumrinde oder Glaubersalz. Auch eine Darmmassage kann Abhilfe schaffen. Man beginnt dabei am rechten Unterbauch und führt im Urzeigersinn kreisende Bewegungen auf dem gesamten Bauchraum aus. Diese Maßnahme empfiehlt sich besonders morgens vor dem Aufstehen. Geht die Verstopfung mit Krämpfen einher, werden auch Wärmeanwendungen empfohlen. Zu diesem Zweck wird eine Wärmflasche mit einem feuchten Tuch umwickelt und auf den Bauch gelegt. Bei einer Darmlähmung führt kein Weg an einer medikamentösen Behandlung vorbei. Diese muss dann meistens über eine längere Zeitspanne erfolgen. Ein Mittel der Wahl wäre in so einem Fall zum Beispiel Lactulose, auch bekannt als Milchzucker. Wichtig ist in jedem Fall die richtige Dosierung.
Geschrieben von Andreas Mettler (findur) Tags:Abführmittel, Klistier, Obstipaton, Verstopfung












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