PCMCIA, HSUPA und LTE

Kryptische Abkürzungen haben in bestimmten techniklastigen Branchen haben eine lange Tradition und gehen auf das Bedürfnis der Bereitsteller der Technik zurück, etwas Eigenes zu schaffen, was dann von möglichst vielen Menschen ausgesprochen wird.

Bei HSUPA, einer aktuellen Mobilfunktechnik, ist die Langschreibweise „High Speed Uplink Protocol Access“ noch verhältnismäßig eingängig, bei LTE („Long Term Evolution“) weiß man zwar nicht so recht worum es geht, aber zumindest bleibt die Phrase selbst ausgeschrieben noch schön kurz und klingt irgendwie nach Darwin.

Mit PCMCIA haben allerdings die Schöpfer des Erweiterungskarten-Standards für Notebooks ein Ungetüm erschaffen, das so schnell diese Erde nicht verlassen wird und noch für viel Frust über das unhandliche Akronym mit der wörtlichen Bedeutung „Personal Computer Memory Card International Association“ sorgen dürfte.

Allerdings sorgen diese verkürzten Schreibweisen ebenso auch für eingängigere Produktnamen, die durch entsprechenden Kommunikationsaufwand bei Interessierten und Sympathisanten der entsprechenden Techniken für einen schnell abrufbaren gemeinsamen Nenner sorgt.

So kann sich sicherlich so mancher an die Zeit erinnern, als DSL zu einem in Deutschland von der Öffentlichkeit wahr genommenen Thema wurde. Die ‚Digital Subscriber Line‘ war dank erstmalig möglichem Breitband Internetzugang ein gefeierter Vertreter der Zunft der Abkürzungen und das auf DSL basierende Produkt mit pauschaler Abrechnung, die Flatrate, wurde zum Renner.

So oder so ähnlich lässt sich jetzt beobachten, wie, analog zu der Dynamik, die durch die populäre DSL Technik ausgelöste Nutzung der Abkürzung zunahm, in vergleichbarer Weise die entsprechende Mobilfunktechnik, die gerade die Märkte erobert, ihre Abkürzungen auf das Schlachtfeld wirft.

Das ‚Universal Mobile Telekommunikations System‘ wird nahe liegender Weise mit UMTS abgekürzt und das zugehörige Boom-Produkt ist neben dem angekündigten UMTS iPhone auch die inzwischen als DSL Flat Nachfolger gehandelte UMTS Flatrate. Die Leistungsfähigkeit von DSL kann UMTS allerdings nur mit Hilfe der Erweiterungen HSDPA (High Speed Downlink Packet Access) und HSUPA (High Speed Uplink Packet Access) erreichen. Sobald das UMTS Netz eines Anbieters entsprechend aufgerüstet wurde erreicht man mit 3G schon bis zu 7,2 Mbit/s beim Download und ca. 1,5 Mbit/s beim Upload.

Geschrieben von (ffries)

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