Musiklegenden
Jethro Tull mit und um Bandleader Ian Anderson benannten sich nach einem englischen Landwirt, welcher im 18. Jahrhundert ein Buch über Pferde und Landwirtschaft heraus brachte. So eigensinnig wie der Bandname ist dann auch Ian Anderson selbst, der sich wenig an musikalische Konventionen hält und Takte und Musikstile mischt und stets mit seiner charakteristischen Querflöte auftritt. Der Durchbruch gelang der Band in den 70er Jahren mit dem Album „Aqualung“, welches sogar Fans der härteren Gangart überzeugen konnte – Jethro Tull wurden dann später tatsächlich auch Preisträger des Musikpreises Grammy im Bereich Heavy Metal, welchen sie Metallica vor der Nase wegschnappten. Seit der Platte „Aqualung“ habe sich jedoch die Musik von Jethro Tull kaum weiterentwickelt, so zumindest die Meinung der Kritiker, welche diesen Kritikpunkt aber generell und auch bei der Bewertung anderer Bands und Künstler gerne anführen. Die zahlreichen Fans von Jethro Tull sehen das freilich ganz anders und geben sich mit den wenigen musikalischen Neuerungen im Verlaufe der Discografie zufrieden – zurecht, denn Ian Anderson und seine wechselnden Bandmitglieder sind schließlich nicht gezwungen, ihren mühsam erfundenen und ganz eigenen Sound in aller Regelmäßigkeit über den Haufen zu werfen. Der Mann mit der Querflöte steht so seit vielen Jahren auf der Bühne und spielt sein liebstes Instrument meist nur auf einem Bein stehend in virtuosesten Zügen – nur das Keyboard wurde in den vergangenen Jahren bei Jethro Tull eher durch die E-Gitarre ersetzt, was den Werken eine neue Rockigkeit verliehen hat. Interessenten sollten die Band aber nach Möglichkeit live erleben und sich im Voraus ihre Jethro Tull Tickets sichern.
Geschrieben von Torsten Maue (tmaue)












0 Kommentare zu “Musiklegenden”