Der Amethyst
Dieser lila farbene Edelstein findet das Hauptvorkommen in Südamerika, Russland und Madagaskar. Da der Amethyst sehr selten zu finden ist, wird er gerne mit geschliffenem Glas ersetzt. Die Glassteinchen werden dem Amethysten ähnlich in der Farbe Violett eingefärbt. Die Stärke und Reinheit des Edelsteins lässt sich messen an der Tiefe seiner Farbe. Demzufolge gilt, je dunkler das Violett des Steins ist, desto reiner ist er in seinen Bestandteilen. In der griechischen Mythologie, woher auch der Name des Amethysts kommt, wird ihm hauptsächlich die Wirkung gegen die Trunksucht angerechnet. Der Träger dieses Edelsteins soll vor Trunkenheit geschützt sein. Auch die Gefahr der Sucht – egal, ob Alkohol oder ähnliches – ist durch das Tragen des Edelsteins aus dem Weg gegangen. Ferner gab man früher den Toten in die Gräber einen Amethyst bei. Er sollte auch die Toten in ihrer Totenruhe bewahren. Da der Stein als Sicherheit gegen Diebe galt, wurde er in die Nähe der Schmuckstücke und der Grabbeigaben gelegt. Und tatsächlich kann man heute immer noch nachweisen, dass bei uralten Funden und Ausgrabungen die Umgebung des Edelsteins in einem Totengrab unversehrt vor Grabräubern geblieben ist. Anscheinend wurde der magischen Kraft dieses Steins gegen Diebe enorme Beachtung geschenkt. Der Amethyst findet auch Wertschätzung in der Astrologie. Hier wird der Edelstein vor allem den Tierkreiszeichen wie Fische und Schütze, aber auch dem Steinbock zugeordnet. Durch die reinigenden Kräfte, die vom Stein ausgehen, werden sie auch häufig in der naturheilkundlichen Dermatologie gegen Hautunreinheiten eingesetzt. Doch nicht nur im Ausland und in weiter Ferne wurde der heilende Edelstein gefunden. Die größte europäische Fundstätte für die Amethyste liegt in Österreich unweit der Hauptstadt Wien.
Geschrieben von Sandra Reinfeld (OMSR)












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