Traumdeutung - Träume und Traumsymbole gemäß Psychoanalyse

Fast jeder kennt sie, die beiden wichtigsten Vertreter der und Traumdeutung, nämlich Sigmund Freud, Begründer der klassischen und C.G. Jung, Begründer der sogenannten Analytischen Psychologie. Als einer der Nachfolger Freuds hat C.G. Jung wesentliche Elemente der klassischen übernommen, manches aber auch geändert und seinem eigenen Stil und Erkenntnissen angepasst. Dazu gehören z.B. auch Unterschiede im Wie der . Ungeachtet solcher Unterschiedlichkeiten ist eines aber gleich geblieben: die hohe Bedeutung der Traumdeutung als solche in der therapeutischen Praxis. Dank Freud und Jung hat sich diese bis heute erhalten.

Die fachgerechte Entschlüsselung der , die hohe Kunst zu , hat also auch heute noch Stellenwert in der Psychotherapie, nicht zuletzt dank der . Damals, zu Zeiten von Freud und Jung (um 1900), zog ein neuer zentraler Therapie-Ansatz um die Welt: Die Entdeckung - besser gesagt Wiederentdeckung - des Unbewussten und dessen Bewusstmachung als heilender Schlüssel für seelische Leiden. Dieser Kerngedanke wiederum vollzog sich vorrangig eben mit Hilfe der , Deutung und der waren das zentrale Instrument. Zwar kannten und kennen auch heute noch beide Therapieverfahren andere Techniken, wie z.B. die gerichtete oder freie Assoziation, doch das wichtigste Werkzeug ist und bleibt die : Was bedeuten bzw. die Traumhandlung, welche inneren Figuren sind unbewusst und können durch die Deutung der bewusst gemacht werden?

Wenngleich die Ziele bei klassischer und Analytischer Psychologie letztlich weitgehend die gleichen sind, so gibt es bei den Wegen dorthin die bereits erwähnten Unterschiede. Die Art und Weise, und zu , unterscheidet sich in Teilbereichen sogar recht deutlich. zeigen mehr als nur eine Wahrheit und daher kann das Traumsymbole und Träume deuten durchaus mit unterschiedlichen “Interpretationsbrillen” funktionieren. Freud interpretiert die weitgehend sexuell, was in dieser Einseitigkeit heute als nachgewiesen überholt gilt. Nicht alle länglichen Gegenstände sind z.B. für den männlichen Penis oder haben zumindest nicht primär diese . Bei Freud handelt der Traum des Weiteren praktisch immer von unbewussten Konflikten aus der Kindheit, die Kindheit ist der Kontext und Rahmen für die gesamte . In diesem Punkt ist die der klassischen und ihre Methode zu ebenfalls einseitig bzw. erkennt nur eine Teilwahrheit.

Im Vergleich dazu erkennt Jung in den Träumen seiner Patienten vorwiegend sogenannte Archetypen, das sind aus dem kollektiven Unbewussten. Dieser Ansatz zur unterscheidet sich zu Freuds Philosophie erheblich. In Jungs Lehre der Traumdeutung zeigen Archetypen menschliche Urthemen, die wir mit der Geburt schon mitbekommen und nicht erst durch unsere persönliche Lebensgeschichte entstehen. Geburt und Tod sind z.B. archetypische Themen, weil es sie gibt, seit es Menschen gibt und sie auch keine Nebensächlichkeiten darstellen. Deutung und der lebt bei Jung sehr stark vom Umgang mit solchen Archetypen, die für den Prozess der Individuation wichtig sind.

Geschrieben von (MD330) Tags:, , , , ,

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