Haydns Lebenswerk
Joseph Haydn gilt als Vater der klassischen Sinfonie und des Streichquartetts. Gleichzeitig arbeitete er aber auch als Neurer beim Schreiben von Klaviersonaten und Klaviertrios. Auch wenn die Stilrichtung der klassischen Musik überwiegend durch Mozart und Beethoven beeinflusst wurde, hatte Haydn sozusagen die Vormacht im Bereich der Sinfonie. Der Komponist erfand neben seiner Arbeit an den Sonatenformen eine Sonatenrondoform, die Variationsform mit zwei Themen. Er gilt als erster bedeutender Komponist, welcher Fuge und kontrapunktische Elemente in die klassische Form einbrachte. So komponierte Haydn die Melodie, die heute mit dem Text von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben als deutsche Nationalhymne verwendet wird. Haydns Musik wird vor allem durch die Entwicklung von größeren Strukturen aus sehr kleinen und einfachen musikalischen Motiven heraus charakterisiert. Bezogen auf die Formalität ist Haydns Musik oftmals recht konzentriert und die wichtigsten musikalischen Ereignisse eines Satzes können sich rasch entfalten. Sowohl Mozart als auch Beethoven wurden von Joseph Haydns praktischer Arbeit beeinflusst. Vor allem aber jedoch ist Haydn wie kaum ein anderer Komponist für die Scherze bekannt, die er in seine Musik steckt. Hauptsächlich in seinen frühen Werken sind die Einflüsse des Hochbarocks zu erkennen. Angeregt durch seine England-Reisen, was Rosen seinen populären Stil nennt, entwickelte Joseph Haydn in den 90er Jahren des 18. Jahrhunderts eine Weise der Komposition, die mit beispiellosem Erfolg Musik hervorbrachte. Trotz der großen populären Reize besaß sie eine gelehrte und rigorose musikalische Struktur. In seinen Werken verarbeitete er zahlreiche Elemente des österreichischen oder kroatischen Folks. Bis heute machen diese Elemente den Komponisten und seine Werke einmalig.
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