Wenn das Chatten zur Sucht wird

Welcher Chatter kennt das nicht: Da ist man mal wieder in Chats unterwegs, vertieft sich in eine Diskussion und als der Blick zur Uhr schwenkt, erschrickt man – „So spät schon?“ Die Zeit verfliegt. So erging es sicher schon vielen Leuten, die gern und oft . Doch manchmal richtet sich der Tagesablauf gänzlich nach der Aktivität im Chat, und dann spricht man von „Chat-Sucht“. Der Lebensrhythmus ist komplett auf die Sitzungen im Internet abgestimmt und das restliche Leben wird quasi drum herum gebaut. Job, Familie, Freunde und Hobbies haben niedrigere Prioritäten und der ständig umherschwirrende Gedanke an das Chatten kreist um die Person herum. Die Folge: Konzentrationsschwierigkeiten, Missstimmung, soziale Abgrenzung und auch körperliche Beschwerden. Nicht immer besteht Suchtgefahr, wenn das eine Weile exzessiver ausgelebt wird, besonders an kalten und grauen Tagen tummeln sich viele Leute in Chaträumen.

Doch nicht selten, wird aus der Gewohnheit eine Sucht. Und wie jede Sucht wirkt sie sich negativ auf die körperliche und geistige Verfassung des Einzelnen aus. Dabei sind körperliche Beschwerden längst nicht überanstrengte Augen- oder Rückenprobleme durch langes Sitzen. Durch das maßlose Verhalten werden zudem auch viele grundsätzliche Lebensbereiche vernachlässigt, wie: eine gesunde Ernährung, Bewegung, soziale Kontakte halten, etc. Wichtige Faktoren, die Körper und Geist gesund und lebendig erhalten. Ganz davon abgesehen, dass eine berufliche Ausübung fast unmöglich ist, mangels Konzentrationsfähigkeit beziehungsweise vorhandener körperlicher Verfassung.

Wer bei seinem Partner, Freund, Kollegen oder Angehörigen erste Symptome einer „Chat-Sucht“ vermutet, sollte sich nicht davor scheuen, den Betroffenen direkt anzusprechen.

Vorsorge ist besser als Nachsorge.

Geschrieben von Daniela Kunert (Blackpencil84) Tags:, , ,

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