Verheerende Waldbrände in Russland, Flutwelle in Pakistan, Erdrutsch in China – Folgen des Klimawandels?
In Russland toben durch Rekordhitze, die schlimmsten Waldbrände seit Jahren. Mittlerweile ist die brennende Fläche größer als Berlin. Die Sterblichkeit in Moskau hat sich verdoppelt, und zwar auf 700 pro Tag, vorher waren es 350. Überschwemmungen in Sachsen und Pakistan sowie Erdrutsche in China. Regenfälle der vergangenen Tage haben besonders in Ostsachsen sowie in Teilen Brandenburgs zu Überschwemmungen geführt. Katastrophen häufen sich, in den letzten Jahren sind mehr Naturkatastrophen zu verzeichnen gewesen, als üblich. Die Menschen sind besorgt und wollen Antworten auf ihre Fragen. Ist das schon der Klimawandel und was kann man aktiv dagegen tun?
Klimaforscher sind sich anscheinend einig, dass das Wetter auch in Zukunft extremer wird als zuvor. Der Grund soll eine veränderte Luftzirkulation sein, die dazu führt, dass vermehrt Tiefdruckgebiete aus dem Mittelmeerraum in den Norden ziehen. Die Folgen sind sehr starker Regen, der die Pegel der Flüsse, Bäche sowie Seen in binnen kurzer Zeit ansteigen lässt.
Auch in der Zukunft sollen solche extremen Wetter häufig auftreten. Weitere Folgen könnten eine extreme Trockenheit oder sogar Dürre sein, die in den nächsten Sommern auf uns warten könnten. Hitzewellen wie zuletzt im Jahr 2003 werden also wohl bald zum Alltag im Sommer werden. Im Osten Deutschlands soll es wohl vor allem sehr trocken werden. Sollte dies passieren, müssen sich die Länder konkrete Lösungen für eine drohende Wasserknappheit ausdenken.
Der Klimawandel ist jedoch träge. Damit man in 30 oder 40 Jahren etwas merkt, muss man bereits jetzt und heute handeln. Sofortige Effekte können kaum erzielt werden. Da muss langfristig geplant werden und alle Länder müssen aktiv daran beteiligt werden. Es würde sogar schon reichen, wenn sich die zwanzig größten Wirtschaftsnationen der Erde zusammentäten. Schließlich verbrauchen diese mehr als 80 Prozent der Energie und Energie muss eingespart und vor allem effizienter genutzt werden, um etwas zu bewirken. Dieser enorme Verbrauch muss gesenkt werden, um weniger Kohlendioxid auszustoßen. Nur so kann einer globalen Erderwärmung entgegengewirkt werden.
Auch Grundsatzfragen müssen geklärt werden. So zum Beispiel, ob es nicht einfach sinnvoller wäre, Städte und Regionen, die immer wieder von starkem Hochwasser betroffen sind, nicht wieder an gleicher Stelle aufzubauen, sondern in einem geschützterem Gebiet. Diese Maßnahme scheint drastisch, aber in einigen Gebieten anscheinend die einzige sinnvolle Langzeitmaßnahme gegen die Willkür der Natur.
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