Hydroseeding

Als Hydroseeding wird ein Verfahren bezeichnet, welches bei der Begrünung von erosionsgefährdeten Flächen (z.B. Steilhänge oder Böschungen) zum Einsatz kommt. Zu Erosionen kommt es aber auch durch zahlreiche Eingriffe des Menschen in die Natur.
Besondere Bedeutung kommt dem Hydroseeding darüber hinaus im Berg- und Wasserbau, im Verkehrswegebau sowie in Steinbrüchen und bei der Rekultivierung von ehemaligen Deponien, Skipisten oder Truppenübungsplätzen zu.

Andere Bezeichnungen für Hydroseeding sind Anspitzbegrünung und Naßansaat. Bei dieser Methode wird eine bestimmte Saatgutmischung in einen Hydroseeder gegeben und mit Wasser zu einer homogenen Suspension vermischt. Bei der Zusammenstellung der Saatgutmischung ist es wichtig, auf die Besonderheiten des zu begrünenden Standortes zu achten. Verwendet werden unter anderem Gräser, Kräuter, Rasen- oder Gehölzsaatgut, Kleber, Dünger oder Mulchstoffe. Mit Hilfe des Hydroseeders wird dann das passende Gemisch gleichmäßig auf die zu begrünende Fläche verteilt.

Die Anwendung des Hydroseedings hat zahlreiche Vorteile. So ist eine gleichmäßige und relativ dichte Flächenbedeckung möglich. Dies gilt auch dann, wenn das betreffende Gelände sehr unwegsam und schwierig ist.
Durch den im Begrünungsgemisch enthaltenen Bodenkleber ist ein sofortiger Schutz der Fläche vor weiteren Erosionen erreichbar. Bestimmte Zuschlagstoffe gewährleisten außerdem ein schnelles Wachstum der neuen Grünflächen.
Hydroseeding ist sehr vielseitig anwendbar und kommt als Methode auch auf sterilen oder humusarmen Rohböden infrage.

Geschrieben von (myxococcus) Tags:

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