Westfalen

Westfalen setzt sich aus den Regionen Münsterland, Tecklenburger Land, Ostwestfalen, Hellwegbörde, Teilen des Sauerlands, des Wittgensteiner Lands und des Siegerlands sowie des westfälischen Teil des Ruhrgebiets zusammen und beheimatet derzeit ca. 8,2 Millionen Menschen. Zu den größten und wichtigsten Städten dieser nordwestdeutschen Region zählen Dortmund, Bochum, Bielefeld, Münster und Recklinghausen. Verwaltet wird Westfalen von drei Bezirksregierungen mit Sitz in Arnsberg, Detmold und Münster.

Zwischen 1816 und 1946 war die preußische Provinz Westfalen unabhängig, bevor sie durch die britische Besatzungsmacht nach dem 2. Weltkrieg zusammen mit der Nordrheinischen Provinz zum Bundesland Nordrhein-Westfalen wurde. Seit dem Beitritt des Landes Lippe im darauffolgenden Jahr hat sich an dieser Konstellation nichts verändert. Zur Hauptstadt dieses Bundeslandes wurde das rheinische Düsseldorf. Die ehemalige Provinzhauptstadt Münster wurde allerdings als Sitz des Verfassungsgerichtshofes und des Oberverwaltungsgericht für das gesamte Land Nordrhein-Westfalen gewählt. Ebenso ist dort der Landschaftsverband Westfalen-Lippe ansässig, der im Rahmen der kommunalen Selbstverwaltung regionale Aufgaben u.a. im Bereich der Behindertenhilfe übernimmt. Die zwangsweise Zusammenlegung der Provinzen ließ sich in der Zusammenarbeit bemerken. Ein berühmtes Zitat aus diesem Zusammenhang wird dem ersten SPD-Ministerpräsidenten des neuen Bundeslandes, Fritz Steinhoff zugeordnet: „Wir Westfalen müssen das halten, was die Rheinländer versprechen“ Dieses Zitat stellt – wenn auch auf eine humoristische Art – klar, dass es sich weder Westfalen noch Rheinländer ausgesucht haben, zukünftig als ein Bundesland betrachtet zu werden.

Den meisten Deutschen ist wahrscheinlich der “Westfälische Friede” ein Begriff. Dieser Friedensvertrag wurde nach fünfjährigen Verhandlungen aller Kriegsparteien in den Städten Münster und Osnabrück am 24.10.1648 geschlossen und besiegelte das Ende des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) in Deutschland. Durch diesen Abschluss wurde eine verfassungsrechtliche und konfessionspolitische Grundlage für die spätere Entwicklung des heutigen Deutschlands geschaffen, die noch heute von immenser Wichtigkeit ist.

Geschrieben von Torsten Maue (tmaue) Der Beitrag hat keine Tags.

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